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Rechtsextremismus, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit machen vor Betriebstoren und Berufsschulen nicht Halt. Umso wichtiger ist es, dass betriebliche Maßnahmen ergriffen werden, die eine demokratische Betriebskultur fördern und vor rechtsextremen Tendenzen schützen. Bestes Beispiel ist die Betriebsvereinbarung für partnerschaftliches Verhalten von Eko Stahl Arcelor Mittal in Brandenburg.
Betriebsrat, IG Metall und die Geschäftsführung waren sich einig, dass "Verstöße gegen die Menschenwürde und Verletzung von Persönlichkeitsrechten Dritter durch Mitarbeiter von EKO, auch wenn sie außerhalb der Arbeitszeit und im privaten Umfeld der Mitarbeiter erfolgen, das Ansehen des Unternehmens bei nationalen wie internationalen Kunden bzw. Lieferanten und Vertretern des politischen, kulturellen und regionalen Umfeldes herabsetzen und EKO schweren Schaden zufügen. [...] Das gilt insbesondere bei Diskriminierung wegen Abstammung, Herkunft, Nationalität, Hautfarbe, Religion durch die Beteiligung an oder die Unterstützung von ausländerfeindlichen Aktivitäten oder Aktionen".

Auch in Mecklenburg-Vorpommern positionieren sich Unternehmen. Mit dem Schild "RESPEKT! Kein Platz für Rassismus" am Haupteingang der P+S Werft in Stralsund schließen sich Betriebsrat und Geschäftsleitung der bundesweiten IG-Metall-Kampagne an. So sollen Beschäftigte, Besucher und Kunden auf die ethischen Grundsätze des Betriebes hingewiesen werden. Dazu erklärt die IG Metall Stralsund: "Wir als Gewerkschafter und Metaller haben für Intoleranz, Rassismus und Diskriminierung kein Verständnis – weder von Vorgesetzten gegenüber Kollegen, noch von Kollege zu Kollege."

Die DGB-Gewerkschaften teilen die antirassistische Position der IG Metall und brachten in Mecklenburg-Vorpommern das Pilotprojekt Betriebliches Beratungsteam (BBT) auf den Weg.

Anliegen des BBT ist es, vorrangig in Unternehmen und Berufsschulen über die Gefahren von Rechtsextremismus in der Arbeitswelt aufzuklären und nachhaltige Präventionsmaßnahmen anzuregen. Das BBT informiert und berät alle interessierten Betriebsparteien kostenlos und vertraulich. Das Projekt wird durch den Europäischen Sozialfonds ESF und das Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert. Im Rahmen unserer zivilgesellschaftlichen Netzwerkarbeit unterstützen wir die landesweite Initiative "WIR. Erfolg braucht Vielfalt". Als Kooperationspartner ist das BBT maßgeblich an der Idee und Entwicklung der DEMOKRATIEAKTIE beteiligt. Die DEMOKRATIEAKTIE gibt Unternehmen in M-V die Möglichkeit, sich für die demokratische Betriebs- und Gesellschaftskultur vor Ort mitverantwortlich zu zeigen.

Aktuelles

21.09.2016

Gemeinsam gegen Rassismus

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